Dermatologie für den Kleintierpraktiker

Vorwort zur deutschen Ausgabe

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Auch mir selbst als dermatologisch tätige Tierärztin und Übersetzerin war die Aufgabe, dieses Handbuch der deutschsprachigen Tierärzteschaft zugänglich zu machen, ein großes Anliegen. Das erklärte Ziel des Autors, die Dermatologie dem Kleintierpraktiker auf anschauliche und praxisnahe Weise näher zu bringen und sein Interesse für sein Fachgebiet zu intensivieren, dürfte mit diesem Nachschlagewerk realistisch näher gerückt sein.

Das vorliegende Buch von Dr. Ralf Müller, (dem ersten Deutschen, der seine „Residency" in den USA erfolgreich mit dem Titel „Diplomate of the American College of Veterinary Dermatology" abschloss), stellt einen praktischen, unkompliziert zu konsultierenden und komprimierten Ratgeber für die tägliche Arbeit in der Klein tierpraxis dar. Vom Autor wurde besonderen Wert darauf gelegt, die konsequente und logische Aufarbeitung des dermatologischen Patienten zu vermitteln. So wird der Benutzer Schritt für Schritt begleitet, beginnend bei der Erstellung einer wirklich informativen dermatologischen Anamnese (50 % der dermatologischen Diagnose!) über die klinische Untersuchung und die Erläuterung der dermatologischen Untersuchungsmöglichkeiten.

Im zweiten Teil wird auf sehr häufig auftretende Symptomenkomplexe bei Hunden und Katzen eingegangen, deren Differentialdiagnosen und entsprechende Charakteristika übersichtlich und prägnant in Tabellenform zusammengestellt sind und durch Fotografien ergänzt werden. Zusätzlich erleichtern Flussdiagramme auf anschauliche Weise, eine zutreffende Diagnose zu erlangen.

Im dritten Teil geht der Autor auf die zur Verfügung stehenden und am häufigsten gebräuchlichen Therapeutika der Veterinärdermatologie ein. Auch hier sind in außerordentlich übersichtlicher Art und Weise die ausgewählten Wirkstoffe in Gruppen eingeteilt und in Tabellen zusammen-gefasst und stellen eine schnell verfügbare Informationsquelle dar. Abschließend sind im Appendix eine Liste der Rassenprädispositionen und ein Beispiel für einen dermatologischen Fragebogen aufgeführt.

Viel Erfolg!

Astrid Thelen

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